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Winter

 

 

 

  

Ein Forscherteam hat jüngst bewiesen, dass der Körper im Winter den Immun- und Fettstoffwechsel ankurbelt. Auch dass wir im Winter oft müde sind, gehört zur Chronobiologie. Ob Internet oder Zeitschriften, überall werden wir mit Tipps bombardiert, wie wir der Wintermüdigkeit und der Neigung zu Hüftgold trotzen.

Warum eigentlich? Warum leben wir heute gegen die Jahreszeiten? Globalisierung? Weil auf der Südhalbkugel Sommer ist und uns Geschäfte verloren gehen, wenn wir nicht arbeiten, als wäre auch bei uns Sommer?

Wir werden unsere innere Uhr nicht einfach abschalten können, denn wir Menschen leben seit Millionen von Jahren mit den Jahreszeiten. Sie sind der Taktgeber unseres Körpers, und der steht im Winter ebenso auf Ruhe, wie die Natur.

Mit dem Fall der Blätter legt sich die Erde zur Ruhe. Früher freute man sich, nicht mehr so viel draußen arbeiten zu müssen und rückte im Haus zusammen. Man erzählte sich Geschichten während der Näh- und Renovierungsarbeiten, die im Sommer hinter der Arbeit auf dem Feld und im Garten zurückstehen mussten. Man hatte Zeit füreinander und auch für Freunde. Die brennende Kerze im Fenster oder vor der Haustür sollte Freunden und Gästen den Weg weisen.

Mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember ist es geschafft. Die Tage werden wieder länger. Die an diesem Tag beginnenden Raunächte trennen das Mondjahr vom Sonnenjahr. Die Zeit zwischen Sonnen- und Mondjahr nannte man auch die toten Tage. Weil der Winter immer auch eine Zeit der Entbehrungen war, hatte man stets Angst, dem Totenreich zu nahe zu kommen. Der Duft verbrennender Kräuter hielt die Toten fern. Wäsche sollte man während der „Wilden Jagd“ nicht im Freien aufhängen, damit sich die körperlosen Seelen der Toten nicht ihrer bemächtigten.

Auch wenn man heute kaum ohne einen Waschgang in dieser Zeit auskommt, es ist einfach ein schöner Brauch. sich an diesen so wichtigen Schritt in der Kalenderberechnung zu erinnern, der denjenigen Respekt zollt, die einst erkannten, dass das Mondjahr zu kurz ist und dass nur das Sonnenjahr sichere Angaben darüber ermöglichte, wann im Frühjahr ausgesät werden musste. Damals brauchte es Monumente zur Sonnenbeobachtung. Mann errichtete Jahreskreise, mal aus Stein mal aus Holz halfen, um die Sonne zu beobachten. In Stonehenge sind es Doppelsteine, durch die das Licht der aufgehenden Sonne der Wintersonnenwende fällt. Alljährlich am 21. Dezember treffen sich dort Altgläubige, Druiden und auch Touristen, um die Wintersonnenwendnacht gemeinsam zu begehen.

Die Gemeinsamkeit, das Miteinander ist das wichtigste Gut dieser Zeit der Ruhe (und des Hüftgoldes.)

Feiern Sie schön!

 

 

 

 

  

 

 

Einband: broschiert -Seitenzahl: 263

ISBN: 978-3-95475-131-0
Preis: 12,95 Euro

Eine Sammlung von Moritaten aus der Feder von Harz-Krimi-Autoren.

  

Lange, Roland -Harzer Knüppel - Osterode

Seehaus, Astrid - Und morgen kommt der Weihnachtsmann - Braunlage

Crueger, Hardy - Stille Nacht - Okertalsperre

Dietrich, S. Wolf - Fest der Liebe - Bad Lauterberg

Schulz, Mick - Aus einer Wurzel zart - Goslar

Illgen, Andrea - Der dritte Engel von rechts - Clausthal Zellerfeld  

 Glässer, Rüdiger - Der Glühwein - Bad Sachsa

Exner, Helmut - Lillys Bescherung - Lautenthal

 Klengel, Corina - Wintersonnenwende - Torfhaus

 Prilop, Sabine - Sein letzter Advent - Brocken

 Amling, Christian - Wahrhaft keine Engel - Quedlinburg

 Gralle, Albrecht - Josef, lieber Josef mein - Walkenried

 Lange, Roland - Ein Elefant zu Weihnachten - Förste

 

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